Hass leider auch zum Jahreswechsel

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Aktuelle Hetze aus dem FPÖ Umfeld

Für Obdachlose gibt es (vor allem in Großstädten, weil dort findet man sie ja hauptsächlich) eine große Anzahl von Anlaufstellen. Kein Obdachloser muss bei uns auf der Straße leben! Leider sind viele Obdachlose aber so entwurzelt, dass sie es gar nicht länger aushalten in einer Wohnung. Ich weiß wovon ich spreche, weil ich immer wieder ehrenamtlich in der „der Gruft“, „im Häferl“ und anderen Notversorgungsstellen mithelfe – meistens als Hilfskoch beim Erdäpfelschälen oder bei der Ausschank.

Auch in diesen Institiutionen könnten Obdachlose übernachten, die meisten ziehen es aber vor auf der Strasse zu bleiben. Ich weiß, das klingt komisch, aber diese entwurzelten Seelen sind sehr schwer resozialsierbar. Alkohol, Drogen, lange Arbeitslosigkeit und private Schicksalsschläge haben diesen Menschen oft sehr zugesetzt. Aber sie finden jederzeit Hilfe und Unterkunft wenn sie sie brauchen.

Leider werden auch in der besinnlichen Weihnachtszeit Hetzpostings aus dem FPÖ Umfeld veröffentlicht, in denen behauptet wird, dass Flüchtlinge schöne Unterkünfte erhalten während Obdachlose auf der Parkbank schlafen müssen. Dass Flüchtlinge ja auch irgendwo unterkommen müssen hängt doch mit dem Thema Obdachlose überhaupt nichts zusammen. Man kann ja schwer eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien oder dem Irak einfach so auf der Straße verrecken lassen. Und „keine Sorge“, diesen Menschen gehts keinesfalls „supertoll“, die meisten sind froh ihr nacktes Leben gerettet zu haben.

Natürlich gibts auch Wirtschaftsflüchtlinge, die nicht unmittelbar aus Kriegsgebieten kommen. Auch hier ist es aber schwer möglich sie einfach auf der Straße stehen zu lassen. Im Mittelmeer sind dieses Jahr bereits mehr als 3.000 Flüchtlinge beim Versuch gestorben, nach Europa zu gelangen. Kann man sich vorstellen, was Menschen dazu antreibt verzweifelt auch nach ein wenig Wohlstand zu suchen? Aber keine Sorge, diese Leute nehmen „uns“ nichts weg! (Michael Mrak)

Wutbürger / Angstbürger

Pegida Supporters March In DresdenWeihnachten ist, so sagt man, die Zeit der Nächstenliebe und Harmonie. Wie dies von manchen Mitbürgern in Deutschland interpretiert wird kann man dieser Tage erleben. Die Demonstranten nennen sich selbst pathetisch „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida). Was von den inhaltlichen Aussagen der Pegida Bewegung zu halten ist kann in diesem Spiegel Artikel sehr gut nachvollzogen werden, nämlich gar nichts. Die Anhänger von Pegida schreien „Wir sind das Volk“. Sie kapern damit die Losung, die im Herbst 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, Hunderttausende Menschen in der DDR gegen den kommunistischen SED-Unrechtsstaat riefen. Die Anti-Islam-Bewegung versucht, damit an die damalige Montagsdemonstrationsbewegung anzuknüpfen. Doch Pegida macht Stimmung gegen Flüchtlinge in Deutschland – das hat mit Menschenwürde, Freiheit und Demokratie, den Werten der friedlichen Revolution von einst, nichts zu tun. Mann könnte noch viele logische Argumente gegen diese Art der Wutbürger (oder sind es eher Angstbürger?) vorbringen, für logische Argumente sind diese Menschen leider kaum zugängig. Der deutscher Werbetexter, Politikberater und Autor Frank Strauss bringt es in einem Blogposting auf den Punkt was von Pegida zu halten ist und wie man nicht auf diese „Bürgerbewegung“ reagieren sollte:

Ich muss nicht Verständnis aufbringen für die Sorgen und Ängste von Menschen, die offenbar zu kalt und gefühlsverarmt sind, um zu erkennen, welche Ängste ihre instinktlosen Demonstrationen bei Flüchtlingen und Einwanderern auslösen.

Ich muss nicht verstehen, warum 25 Jahre nach dem Mauerfall – in nahezu ausländerfreien Zonen – Menschen gegen Ausländer auf die Straße gehen, nur weil sie nach über zwei Jahrzehnten nicht kapiert haben, womit Deutschland sein Geld und seinen Wohlstand verdient: mit Internationalität.

Ich muss nicht ertragen, dass eine Demonstrantin in Dresden in die Kamera spricht: “Wir sind nicht ’89 auf die Straße gegangen, damit die jetzt alle kommen” während sie so aussah, als sei sie ’89 nur auf die Straße gegangen, um bei ihrem Führungsoffizier die zu verpfeifen, die wirklich gingen. Diese Demonstrationen “Montagsdemonstrationen” zu nennen, ist eine weitere Instinktlosigkeit gegenüber denjenigen, die ’89 für Freiheit und offene Grenzen auf die Straße gingen.

Ich muss nicht akzeptieren, dass Menschen, die seit Jahrzehnten direkt und indirekt Transferleistungen in bisher ungekannten Höhen entgegengenommen haben, nun nicht einmal Flüchtlingskindern ein Dach über dem Kopf gönnen.

Ich muss nicht wie CSU und manche in der CDU die Fehler vor allem dieser beiden Parteien aus den 60er bis 90er Jahren wiederholen und diesen eiskalten Demonstranten auch noch verbale Zückerchen zuwerfen – von AfD und der anderen braunen Brut ganz zu schweigen.

Ich muss nicht christlich sein zu Menschen, die angeblich die christliche Tradition verteidigen, um dann ausgerechnet zur Weihnachtszeit Hass und Ausgrenzung zu predigen.

Ich muss nicht nach Ursachen suchen, um den niedersten Instinkt, zu dem die menschliche Rasse fähig ist, zu erkennen: Das Treten nach unten und das Abwälzen persönlicher Probleme und Unfähigkeiten auf willkürlich ausgewählte Sündenböcke.

Ich muss nicht ertragen, dass Menschen, die seit Jahren den Hintern nicht bewegt bekommen, ausgerechnet dann aktiv werden, wenn es gegen Minderheiten geht.

Ich muss nicht daran erinnern, dass die deutschen sozialen Sicherungssysteme im Jahr 2012 über 22 Milliarden EUR netto durch Einwanderer und deren Nachfahren eingenommen haben – und dass diese Gelder am Ende dem Pöbel von Dresden auch noch die Rente zahlen werden.

Ich muss nicht diplomatisch sein, sondern so, wie noch viel mehr Menschen in Deutschland sein sollten, offensiv:

Braune Brut von Dresden: Ihr seid die Schande Deutschlands.
Unbarmherzig, hasserfüllt, menschenfeindlich und aus ganzem Herzen verachtenswert.

Warum wir hier darüber schreiben? Weil das dumpfe Schüren von Angstgefühlen leider auch in Österreich zum Tagesgeschäft mancher politischer Darsteller gehört, weil damit auch bei uns in Österreich Stimmung gemacht wird gegen die Schwächsten unserer Gesellschaft. Weil Solidaridät dort beginnt wo es um den menschlichen Umgang miteinander und Empathie füreinander geht und mit Rassismus und Fremdenhass noch nie ein Konflikt gelöst wurde. Und weil einem dies gerade in der der Adventzeit besonders zu denken geben sollte.

Heute wird ordentlich gehetzt

stracheIm Jänner 2015 wird in den 570 niederösterreichischen Gemeinden gewählt, auch in Großweikersdorf. Schon jetzt wollen die Freiheitlichen mit ihrem einzigen Thema punkten: der Agitation gegen „die Ausländer“. Auch im Parlament haben sie es – wegen der vielen Kriegsflüchtlinge aus Syrien – verstärkt auf der Agenda. Mit Sagern wie „Asyl ist kein Wellnessurlaub“ (FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl) und Slogans wie „Sicherheit statt Islamisierung und Asylchaos“ wird Stimmung gegen hilfesuchende Menschen gemacht. Heute betreiben die FPÖ Spitzen in Traiskirchen ihre Hetzkampagne.

Die jüngsten Aussagen von FPÖ-Mandatar Christian Höbart, der Asylwerber in einem Posting als „Erd- und Höhlenmenschen“ bezeichnet hatte, stoßen aber auch in den Reihen seiner Parteikollegen auf Kritik. SOS Mitmensch hat zahlreiche Basisfunktionäre angeschrieben, um zu erkunden, ob es innerhalb der FPÖ auch dezidiert kritische Reaktionen auf den „Höhlenmenschen“-Sager des Nationalratsabgeordneten und niederösterreichischen Landesparteiobmanns gibt. Einige blaue Funktionäre gingen auf deutliche Distanz.

Bei all dem darf aber nicht vergessen werden, dass sich die Führung der FPÖ eindeutig hinter diese rassistische und menschenverachtende Haltung stellt. Das sind keine Einzeltäter, das ist leider das Programm dieser Partei. Auch eine kritische Haltung zur Aufnahme von Flüchtlingen darf niemals in rassistischen Ausfällen und der pauschalen Entwertung von Menschen münden. Wohin das führt haben wir wir in der Nazidikatur bereits erlebt. Wenn zu Recht über Strategien gegen Radikalisierung diskutiert werde, müsse auch über den Umgang mit FPÖ Politikern diskutiert werden, die jeglichen menschlichen Respekt über Bord werfen.

Wir legen unsere Hand dafür ins Feuer, dass die FPÖ leider auch in Großweikersdorf im Großweikersdorfer Gemeinderatswahlkampf auf diese Hetzkampagne aufspringen wird (müssen). Vorgaben aus dem Hauptquartier der FPÖ in Wien müssen auch bei uns in der Gemeinde umgesetzt werden.

Friedensprojekt Europa wichtiger denn je

EU-Flaggen-QGestern jährten sich zwei wichtige Daten der Weltgeschichte: Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer und vor 76 Jahren erschütterten die Pogromnacht und die Novemberpogrome die Welt. „Bei all der Freude, die die Feiern und die Berichterstattung über den heutigen Tag des Mauerfalls begleitet, dürfen wir nicht vergessen, dass der 9. November auch ein schwarzer Tag in der Geschichte Österreichs und Deutschlands war. An einem solchen Tag, an dem sich zwei so vollkommen unterschiedliche Daten jähren, zeigt sich nicht nur, wie nahe große Freude aber auch tiefe Trauer und Entsetzen nebeneinander liegen, sondern auch dass das Friedensprojekt Europa auch heute wichtiger ist denn je! Denn durch die europäische Union wurde in den letzen Jahren möglich, was vorher undenkbar schien – ein dauerhafter Friede, ein Friede der angesichts der aktuellen Krisenherde keineswegs selbstverständlich ist“, so der Vorsitzende der SPÖ-Niederösterreich, Mag. Matthias Stadler. „Ein solcher Tag ist aber auch der geeignete Anlass, um jeder Form von Gewalt, Menschenverachtung, Extremismus und Naziterror sowie allen autoritären Regimen eine klare Absage zu erteilen. Arbeiten wir daher gemeinsam mit aller Kraft weiter daran, in einem friedlichen, einigen Europa eine Gesellschaft zu schaffen, die von Demokratie, Gerechtigkeit und Solidarität gekennzeichnet ist“, appelliert Stadler abschließend.

Kein Einzelfall – der alltägliche Rassismus in der FPÖ

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Mit einem rassistischen Ausritt gegen Asylwerber hat der geschäftsführende niederösterreichische FP-Chef Christian Höbart am Freitag auf Facebook auf sich aufmerksam gemacht. In der Facebook-Gruppe „Traiskirchen“ beschimpfte Höbart Asylwerber, die am Donnerstag demonstriert hatten, als „Erd- und Höhlenmenschen“.

  • Wie wird man Abgeordneter der FPÖ?
  • Welche Kriterien gelten hierfür?
  • Wieso müssen wir als Steuerzahler derartige Hetzer finanzieren?

Nichts, aber auch gar nichts kann derartige ständige Entgleisungen entschuldigen. Die ärmsten Gruppen einander aufhetzen löst gar nichts. Im Gegensatz zur FPÖ, die aus Gewalt, Hass und Angst politischen Profit schlagen will, ist der Sozialdemokratie die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung tatsächlich ein Anliegen.

Nikolo-Verbot in Kindergarten

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Die Eltern des Kindergartens in der Franz-Kappl-Siedlung im 22. Wiener Gemeindebezirk staunten nicht schlecht, als ihnen das umstrittene Rundschreiben der Einrichtungsleitung in die Hand gedrückt wurde.

Nachdem man im pädagogischen Team bereits in den vergangenen Jahren vom Nikolo-Fest zunehmend Abstand genommen hat, geht man heuer offensichtlich noch einen Schritt weiter: absolutes Nikolo-Verbot in allen Gruppen.Während in den Kindergärten der näheren Umgebung der beliebte Rauschebart auch heuer seine Schützlinge mit Nüssen, Mandarinen und Süßigkeiten beschenken wird, gehen die ratlosen Kinder in der Kappl-Siedlung leer aus.

Gender-Schwerpunkt im Advent

Und nicht nur das. Die pädagogische Leiterin Aleyna P. kündigt weiters an, dass man in diesem Jahr gerade die Zeit vor dem Nikolo-Fest bewusst dafür nützen möchte, um heimische Sitten und Traditionen reflektiert in Frage zu stellen. So wird den Buben Anfang Dezember ein “Puppen-Seminar mit Still-Übungen”, sowie den Mädchen der geschlechterneutrale Spielezirkel “Bart trimmen wie Conchita Wurst” angeboten.

Burka statt Bischof

Man möchte jedoch nicht ausschließen, so die progressive Einrichtungsleitung, dass man sich – falls die “Vibes dafür sprechen und das jährliche Sojamilch-Melken Ende November Raum dafür lässt” – gegebenfalls dennoch jemanden am Freitag, 5. Dezember in den Kindergarten lädt, um die Kleinen mit nachhaltigen Glückskeksen (gefüllt mit Couscous) zu beschenken. Dann aber werde man “Abstand davon nehmen, erneut einem Mann diesen Job zukommen zu lassen”, sondern möchte vorzugsweise einer Burkaträgerin die Chance geben sich als “entsozialisierter Nikolo” entsprechend zu entfalten.

Natürlich entspricht diese Geschichte nicht der Wahrheit. Aber wen kümmert’s? Seit Jahren gehört sie ins fixe Saisonprogramm jener verhaltenskreativen Gruppierung, die unentwegt davon träumt, dass ihr oberster Verehrer von türkischen Vollbartträgern unser nächster Bürgermeister (und freiberuflich auch gleich Bundeskanzler) wird. Und sie wird uns auch heuer wieder beehren, die Legende vom verbotenen Nikolaus. Wetten?

Glücklich sind wir hier in Großweikersdorf – bei uns kommt der Nikolo ganz sicher auch wieder beim diesjährigen Christkindlmarkt rund um unsere Kirche am 29. und 30 November auf dem wir erstmals auch mit einem kleinen Stand vertreten sein werden 🙂

Ironischer Text @ Vienna Online

Genial gegen Vorurteile – die Stammtisch App

stammtischapp4Damit einem im Wirtshaus nach populistischen Ansagen wie „Das Boot ist voll“ die Argumente zum Kontern nicht ausgehen, haben das Österreichische Rote Kreuz, der Gewerkschaftsbund und die Industriellenvereinigung eine Stammtisch-App entwickelt. Sie soll beim Diskutieren helfen und mit Vorurteilen über Flüchtlinge, Kriminalität, Sprache oder Homosexualität aufräumen. Geht es in einer erheiterten Runde wieder einmal um das Klischee, Ausländerinnen bekämen viel zu viele Kinder, kann man zum Beispiel mit folgender Statistik auftrumpfen: Die Bevölkerungsgruppe in Österreich, die den meisten Nachwuchs bekommt, sind heimische Bäuerinnen. Eine Bauersfrau bringt durchschnittlich 2,5 Kinder zur Welt, Frauen ausländischer Herkunft hingegen nur 1,8.

Die Stammtisch-App kann für Android und iOS hier heruntergeladen werden.

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