Die Elektromobilität hält endlich Einzug in Großweikersdorf

Bildschirmfoto 2015-09-27 um 12.15.05Bereits seit vielen Jahren setzen wir uns für nachhaltige Technologien in unserer Gemeinde ein. Schon vor einiger Zeit haben wir auf innovative Verkehrskonzepte, speziell die Nutzung von Elektroautos für Fahrten der Gemeinde hingewiesen. Am 22. September hat der Gemeinderat einstimmig die Anschaffung eines Elektroautos beschlossen, eine gute und nachhaltige Entscheidung.

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Mit Sonnenstrahlen Stromrechnung zahlen

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„Wir möchten, dass sich die Menschen in unserem Bundesland das alltägliche Leben wieder leisten können. Dabei spielt neben dem Wohnen auch das Thema nachhaltige und leistbare Energie eine wichtige Rolle, dem wir uns als SPÖ in Zukunft widmen möchten“, kündigt der Energiesprecher der SPÖ NÖ im Landtag, Dr. Günther Sidl, einen Energieschwerpunkt an.

„Zur Gewinnung von sauberem und leistbarem Strom soll es künftig für private Haushalte einfachere und bessere Förderungen bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen geben. Wir wollen, dass PV-Anlagen bei privaten Haushalten mit 500 Euro pro kWp (Kilowatt-Peak) bei der Errichtung gefördert werden“, fordert Stadler. Konkret sollen Anlagen mit einer Leistung bis maximal fünf kWp (die den Strom-Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses erzeugen können) gefördert werden, insgesamt bedeutet das fünf mal 500 Euro, also 2.500 Euro Maximalförderung. Eine derartige Förderkulisse würde die Anschaffung einer PV-Anlage für private Haushalte deutlich erleichtern, Ziel ist es, jährlich 10.000 Haushalte zu unterstützen.

Wer jetzt schon bei den Energiekosten sparen möchte, kann gleich online den SPÖ-Energiecheck ausprobieren und sich wertvolle Tipps holen: http://www.noe.spoe.at/energiecheck

Energie muss leistbar bleiben!

Ein Schritt in die richtige Richtung ist das von der EVN in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer ausgearbeitete Programm für einkommensschwache Haushalte. Demnach können Haushalte, die von der GIS befreit sind, Bonuspunkte in ein Energiesparpaket umwandeln.“Es wäre überaus wünschenswert, wenn weitere Maßnahmen folgen würden. In Niederösterreich – einer der reichsten Regionen Europas – darf Energiearmut kein Thema sein“ meint der Energiesprecher der SPNÖ, LAbg. Dr. Günther Sidl. Preissenkungen müssen auch an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden.

Die zukünftige Energiewende in Richtung nachhaltiger Energieträger darf nicht in verstärktem Ausmaß von den privaten Haushalten getragen werden. Uns ist wichtig, dass für unsere Bürgerinnen und Bürger die Energierechnung nicht zu einer großen Belastung für deren privates Budget wird.

Ideen zur Nachhaltigkeit in unserer Gemeinde

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Ein emissionsfreies Auto

Heute ist ein Leben ohne Mobilität und Verkehr nicht mehr vorstellbar. Für die Menschen sind Transportmittel unerlässlich geworden, einerseits um zur Arbeit oder in den Urlaub zu gelangen, andererseits für den Krankentransport oder die Verteilung von Gütern und Dienstleistungen. Doch die die allermeisten Transportmittel verbrauchen fossile Rohstoffe, die meist klimaschädliches CO2 freisetzen.

Im Rahmen einer Studie wurde in Großriedenthal, Hohenwarth und Kirchberg am Wagram die Bevölkerung zu Anforderungen in Sachen Mobilität befragt. Sowohl Erwerbstätige als auch PensionistenInnen sehen einen Bedarf an einem Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Man kann aus der Studie auch ableiten, dass erst ein attraktives Angebot wirkliche Motivation zum Wechsel auf „Ölfis“ schafft.

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Best practice Beispiele aus der Umgebung

Best practice Beispiele aus der unmittelbaren Umgebung von Großweikersdorf haben gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist mit entsprechender Motivation flexible private Fahrgemeinschaften zu bilden. Das sicher bekannteste Beispiel stellt der flexible Fahrtendienst in Stetteldorf dar. Mittlerweile wird dieses lokal organisierte Verkehrsmittel von 200 Personen in der Woche genutzt. So werden unnötige „Parallelfahrten“ vermieden bzw. werden damit völlig neue Möglichkeiten im Nahverkehr geschaffen. Aber auch „familiäres Carsharing“ ist keine Fiktion. In Herzogenburg hat die Initiative „MOVE“ die Idee eines Carsharing mittels E-Mobilen verwirklicht. Am Rathausplatz steht ein Elektroauto, das von den Mitgliedern des Vereins genutzt werden kann. Ein Elektroauto macht aber nur Sinn, wenn auch der Strom öko ist. Auch in Herzogenburg wurde so wie in Großweikersdorf ja leider der Bau von neuen Windrädern vom Land Niederösterreich verhindert was der Sache natürlich nicht dienlich ist.

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Die 4. Revolution

Ein unserer Meinung nach toller Filmtipp in diesem Zusammenhang: Die 4. Revolution von Carl-A. Fechner steht für eine mitreißende Vision – eine Welt- Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Der Film steht für eine realistische Vision. Die Vision einer Gesellschaft, deren Energieversorgung nachhaltig, sauber und dezentral erfolgt, frei von schädlichen Emissionen und jeglicher Belastung für Mensch und Umwelt, frei von Monopolen, Kartellen und Lobbyisten, frei von politischen Abhängigkeiten und Ressourcenknappheit, zugänglich und erschwinglich für alle. Der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien ist jetzt möglich. Einzige Voraussetzung: Wir müssen diesen auch wollen! Der Film ist seit kurzem kostenlos als Stream zu sehen oder auch auf DVD erhältlich.

Und noch ein Buchtipp: 100% jetzt: der energethische Imperativ: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist von Hermann Scheer. Der Sozialdemokrat und langjährige Vorkämpfer für erneuerbare Energien und Träger des alternativen Nobelpreises entwickelt darin ein Gesamtkonzept, das als Blaupause für die Energiewende dienen kann. Er bietet eine fundierte Bilanz der verschiedenen Konzepte nach ihren unterschiedlichen Wirkungen und Erfolgsaussichten und beschreibt Schlüsselprojekte, die den Wechsel zu 100% erneuerbaren Energien vorantreiben und unumkehrbar machen können.

Doch zurück zu unserer unmittelbaren Umgebung, zurück zu unserer Gemeinde. Wären nicht viele der oben genannten Innovation auch bei uns umsetzbar?

Windkraft – leider noch nicht in Großweikersdorf

Derzeit erzeugen etwa 900 Windräder 6,5 Prozent des Stromverbrauchs in Österreich. Sofern technische, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklungen halbwegs positiv für die Nutzung der Windkraft verlaufen, könnte bis 2030 der Windenergieanteil auf ein Viertel des Stromverbrauchs in Österreich gesteigert werden.

LH Pröll hat dies in unserer Gemeinde leider zu verhindern gewusst. Obwohl sich eine breite Koalition aus allen im Gemeinderat vertretenen Parteien per Gemeinderatsbeschluß für Windkraft entschieden hat und obwohl auch eine breite Mehrheit der Bevölkerung dafür gestimmt hat. Übrigens, in Deutschland stehen bereits mehr als 24.000 Windräder, in Österreich sind es noch nicht einmal 1000.

Du bist was Du isst – Podiumsdiskussion am 12. September

Du bist was du isst. Bezeichnend, wenn täglich künstliche Aromen, Geschmacksverstärker oder Industriekäse uvm. auf unserem Speiseplan stehen. Lebensmittelskandale am laufenden Band veranlassen viele Konsumenten bereits über den Tellerrand hinaus zu blicken. Weg von globaler hin zu regionaler Produktion heißt hier die Lösung! Aber auch wenn große Lebensmittelkonzerne auf den „Regional-Zug“ aufspringen, sind die Produzenten durch den hohen Preisdruck gezwungen möglichst billig zu produzieren. Qualitativ minderwertige Produkte und akutes Bauernsterben sind die Folge.

Das Projekt „Wagram is(s)t regional“ der Region um die Energie Zukunf Wagram sucht neue Wege der Vermarktung für Landwirte und versucht Konsumenten mit Produzenten für die regionale und saisonale Lebensmittelversorgung zu sensibilisiere.

Dazu diskutieren Experten, Landwirte und Konsumenten bei der Auftaktveranstaltung in einer Podiumsdiskussion am 12. September, ab 19 Uhr im WERITAS WAGRAM, Marktplatz 44 in Kirchberg am Wagram.

Eindeutiges Votum für die Windkraft in Großweikersdorf

Das Ergebnis ist eindeutig und überaus erfreulich. Bei der am 26. Mai abgehaltenen Volksbefragung hat sich ein großer Teil der abstimmenden Bürger für die Errichtung von 3 Windkraftanlagen im Gemeindegebiet von Großweikersdorf an der Grenze zu Rußbach entschieden. Im Gemeinderat wird dieser Auftrag der Bevölkerung zur weiteren Entwicklung dieses Projekts jetzt weiter umgesetzt werden. Wir werden an dieser Stelle auf jeden Fall im Detail über den weiteren Verlauf des Projekts berichten. Die Ergebnisse der Volksbefragung sehen wie folgt im Detail aus:

  • Insgesamt Wahlberechtigte: 2531
  • Davon abgegebene Stimmen: 1004
  • Das entspricht einer Bürgerbeteiligung von 39,67 %
  • JA zur Windkraft:  67,23 % der abgegebenen Stimmen
  • NEIN 32,77 %
Die genaue Anzahl der Wahlberechtigten und die Ergebnisse der einzelnen Katastralgemeinden können im Detail auf der Gemeindehomepage nachgelesen werden.