Ideen zur Nachhaltigkeit in unserer Gemeinde

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Ein emissionsfreies Auto

Heute ist ein Leben ohne Mobilität und Verkehr nicht mehr vorstellbar. Für die Menschen sind Transportmittel unerlässlich geworden, einerseits um zur Arbeit oder in den Urlaub zu gelangen, andererseits für den Krankentransport oder die Verteilung von Gütern und Dienstleistungen. Doch die die allermeisten Transportmittel verbrauchen fossile Rohstoffe, die meist klimaschädliches CO2 freisetzen.

Im Rahmen einer Studie wurde in Großriedenthal, Hohenwarth und Kirchberg am Wagram die Bevölkerung zu Anforderungen in Sachen Mobilität befragt. Sowohl Erwerbstätige als auch PensionistenInnen sehen einen Bedarf an einem Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Man kann aus der Studie auch ableiten, dass erst ein attraktives Angebot wirkliche Motivation zum Wechsel auf „Ölfis“ schafft.

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Best practice Beispiele aus der Umgebung

Best practice Beispiele aus der unmittelbaren Umgebung von Großweikersdorf haben gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist mit entsprechender Motivation flexible private Fahrgemeinschaften zu bilden. Das sicher bekannteste Beispiel stellt der flexible Fahrtendienst in Stetteldorf dar. Mittlerweile wird dieses lokal organisierte Verkehrsmittel von 200 Personen in der Woche genutzt. So werden unnötige „Parallelfahrten“ vermieden bzw. werden damit völlig neue Möglichkeiten im Nahverkehr geschaffen. Aber auch „familiäres Carsharing“ ist keine Fiktion. In Herzogenburg hat die Initiative „MOVE“ die Idee eines Carsharing mittels E-Mobilen verwirklicht. Am Rathausplatz steht ein Elektroauto, das von den Mitgliedern des Vereins genutzt werden kann. Ein Elektroauto macht aber nur Sinn, wenn auch der Strom öko ist. Auch in Herzogenburg wurde so wie in Großweikersdorf ja leider der Bau von neuen Windrädern vom Land Niederösterreich verhindert was der Sache natürlich nicht dienlich ist.

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Die 4. Revolution

Ein unserer Meinung nach toller Filmtipp in diesem Zusammenhang: Die 4. Revolution von Carl-A. Fechner steht für eine mitreißende Vision – eine Welt- Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Der Film steht für eine realistische Vision. Die Vision einer Gesellschaft, deren Energieversorgung nachhaltig, sauber und dezentral erfolgt, frei von schädlichen Emissionen und jeglicher Belastung für Mensch und Umwelt, frei von Monopolen, Kartellen und Lobbyisten, frei von politischen Abhängigkeiten und Ressourcenknappheit, zugänglich und erschwinglich für alle. Der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien ist jetzt möglich. Einzige Voraussetzung: Wir müssen diesen auch wollen! Der Film ist seit kurzem kostenlos als Stream zu sehen oder auch auf DVD erhältlich.

Und noch ein Buchtipp: 100% jetzt: der energethische Imperativ: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist von Hermann Scheer. Der Sozialdemokrat und langjährige Vorkämpfer für erneuerbare Energien und Träger des alternativen Nobelpreises entwickelt darin ein Gesamtkonzept, das als Blaupause für die Energiewende dienen kann. Er bietet eine fundierte Bilanz der verschiedenen Konzepte nach ihren unterschiedlichen Wirkungen und Erfolgsaussichten und beschreibt Schlüsselprojekte, die den Wechsel zu 100% erneuerbaren Energien vorantreiben und unumkehrbar machen können.

Doch zurück zu unserer unmittelbaren Umgebung, zurück zu unserer Gemeinde. Wären nicht viele der oben genannten Innovation auch bei uns umsetzbar?

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Eindeutiges Votum für die Windkraft in Großweikersdorf

Das Ergebnis ist eindeutig und überaus erfreulich. Bei der am 26. Mai abgehaltenen Volksbefragung hat sich ein großer Teil der abstimmenden Bürger für die Errichtung von 3 Windkraftanlagen im Gemeindegebiet von Großweikersdorf an der Grenze zu Rußbach entschieden. Im Gemeinderat wird dieser Auftrag der Bevölkerung zur weiteren Entwicklung dieses Projekts jetzt weiter umgesetzt werden. Wir werden an dieser Stelle auf jeden Fall im Detail über den weiteren Verlauf des Projekts berichten. Die Ergebnisse der Volksbefragung sehen wie folgt im Detail aus:

  • Insgesamt Wahlberechtigte: 2531
  • Davon abgegebene Stimmen: 1004
  • Das entspricht einer Bürgerbeteiligung von 39,67 %
  • JA zur Windkraft:  67,23 % der abgegebenen Stimmen
  • NEIN 32,77 %
Die genaue Anzahl der Wahlberechtigten und die Ergebnisse der einzelnen Katastralgemeinden können im Detail auf der Gemeindehomepage nachgelesen werden.

Infoabend zur Windkraft am 13. Mai 2013

Am Weg in Richtung einer gesicherten Energiezukunft plant die Gemeinde Großweikersdorf die Umsetzung einer Windkraftanlage. Auch auf Wunsch der SPÖ findet dazu am 26. Mai eine Bürgerbefragung in allen Katastralgemeinden außer Ruppersthal (weil nicht betroffen) statt. Um allen Bürgern die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen wird am Montag, 13. Mai ab 19:30 im Landgasthaus Kurt Maurer in der Bahnhofstraße eine Informationsveranstaltung abgehalten zu der wir alle Gemeindebürger herzlich einladen.

Unsere Position zu Windkraft ist klar: In Zeiten von Fukushima und steigenden fossilen Energiepreisen gibt es mittelfristig die dringende Notwendigkeit auch im Gemeindeumfeld so rasch wie möglich auf alternative Energieträger zu setzen. Wind-Energie ist längst einer tragenden Säule der Energieversorgung geworden. In Österreich haben übrigens schon tausende Menschen einen Arbeitsplatz durch die heimischen Windräder.

Neue Windräder für St. Pölten

Ein Jahr nach Fukushima möchte St. Pölten, die Windhauptstadt Österreichs, ihren erfolgreichen Weg der ökologischen Stromerzeugung aus Windkraft weiter ausbauen. Mit 15 Windrädern hat St. Pölten schon jetzt die meisten derartigen Anlagen von allen Landeshauptstädten. Ein Viertel des Strombedarfs wird damit gedeckt. Und das soll nun entscheidend mehr werden, sagt der Bürgermeister von St. Pölten, Matthias Stadler: „Wenn wir diese Anlagen dazubekommen, könnten wir 65 Prozent durch Windkraft abdecken.“

An österreichischer Wertschöpfung werden in St. Pölten ca. 16 Mio. € und im Schnitt 12 Arbeitsplätze über die geplante Lebensdauer von 20 Jahren geschaffen. Davon fallen je die Hälfte auf lokale Betriebe und österreichische Zulieferer.

Die Effizienzsteigerung der neuen Anlagengeneration wirkt sich auch bei der Produktion deutlich aus: „Ein einziges Windrad wird Strom für ca. 2.000 Haushalte liefern. Die Produktion von allen vier neuen Windrädern wird in Summe ca. 30 Mio. kWh Strom pro Jahr betragen. Das ist Strom für 8.000 Haushalte oder 40% aller St.Pöltner Haushalte. Insgesamt werden die zukünftig 19 St.Pöltner Windräder sogar zwei Drittel der St.Pöltner Haushalte mit sauberen Windstrom versorgen“, freut sich der zuständige Projektverantwortliche Mag. Stefan Hantsch. Über die Energiewende wird ja viel geredet, das Beispiel der Landeshauptstadt St. Pölten zeigt auf jeden Fall in die richtige Richtung.

Das Weinviertel braucht Ihre Hilfe!

Die OMV plant in weiten Teilen des Weinviertels riesige Mengen an Schiefergas abzubauen. Für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Bereits ab 2012 soll mit Probebohrungen begonnen werden. Weltweit sind Schiefergasbohrungen mit Protesten verbunden. Grund dafür ist die risikoreiche Förderungstechnologie. Das Gas muss mit sehr hohem Druck und dem Einsatz von aggressiven Chemikalien aus dem unterirdischen Gestein gelöst werden. Sowohl Bohrungen als auch Exploration sind mit einem hohen Risiko für die Umwelt verbunden. Dieses reicht von Verschmutzung des Grundwassers bis hin zur Freisetzung von radioaktiven Elementen. Hinzu kommt der enorme Wasserverbrauch: Mehrere Millionen Liter Wasser sind für jede einzelne Bohrung nötig – pro Quadratkilometer braucht es mehrere Bohrungen. In den USA, wo seit Jahren Schiefergas aus dem Boden geholt wird, werden enorme Mengen Wasser, vermischt mit Chemikalien, in die Bohrungen gepresst – beim so genannten Fracking. Die verwendeten Chemikalien sind hochgiftig und Krebs erregend. Da keine Bohrung 100 % dicht ist, sind nachweislich Chemikalien, Gas und radioaktive Stoffe ins Trinkwasser gelangt. Frühere idyllische Landschaften sind heute verwüstete Industriezonen, deswegen ist diese gefährliche Methode in Frankreich bereits verboten.

Die OMV verspricht zwar neue, „umweltverträgliche“ Methoden zu entwickeln – abgesehen davon, dass wir damit als Versuchskaninchen herhalten sollen – sind das die Fakten: Weiterhin fallen auch beim „Clean Fracking“ riesige Mengen an mit Schmiermitteln belastetem Gestein und massenhaft Bohrschlamm an, der mit Quecksilber, Arsen und Schwermetallen belastet sein kann. Und: Das Risiko, dass Gas und Radioaktivität ins Trinkwasser gelangen, bleibt auf jeden Fall bestehen. Überdies bedeutet jede Bohrstelle:

  • Eingezäunte und zubetonierte Flächen von 3 ha (= 3 große Fußballfelder)
  • Neue Zufahrtsstraßen für LKWs und schwere Maschinen
  • Kilometerlange Pipelines, auch um Millionen Liter Wasser her- und wegzupumpen
  • Noch mehr Lärm, Schmutz und Schadstoff-Emissionen
  • Noch mehr LKW -Verkehr
  • Unterirdische Erschütterungen und in der Folge Erdbebengefahr
  • Gefahr von Rissen in den Häusern
  • Solche Bohrstellen sind alle 4 Kilometer geplant!

Setzen Sie sich für eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder ein und unterschreiben Sie jetzt gegen Schiefergasbohrungen!

Zur parteiunabhängigen Bürgerinitiative:
Homepage: http://www.weinviertelstattgasviertel.at
Facebook: http://www.facebook.com/BI.SCHIEFESgas

Jetzt kostenlose Energieberatung nützen

Niederösterreich fördert für jeden Haushalt 1x jährlich die Durchführung einer Energieberatung vor Ort. Dabei handelt es sich um eine produktunabhängige Beratung durch die Energieexperten der NÖ Energieberatung bei jedem Interessierten zu Hause.Die Energieberatung kann auf Wunsch auf folgende Punkte eingehen:

  • Dämmung
  • Energiesparendes Bauen
  • Energiesparen mit ökologischen Baustoffen
  • Fenster
  • Heizsystemwahl
  • Thermische Solaranlagen
  • Wohnraumlüftung
  • Heizungsoptimierung
  • Haushaltsgeräte/Beleuchtung
  • Informationen über Förderungen
  • Energiekennzahl-Abschätzung

Die Beratung wird durch den Energieberater Ing. Christoph Mehofer durchgeführt. Eine Anmeldung zu einer Erstberatung über den Verein Energie*Zukunft*Wagram ermöglicht. Ihnen dieses Service Kostenlos in Anspruch zu nehmen. Als Anfahrtspauschale wird üblicherweise ein Betrag von € 30.- pro Vor-Ort-Beratung verrechnet, wobei der Verein diese Kosten übernimmt.

Beratungstermine ab 12.Jänner jeweils Donnerstag und Freitag

Melden Sie sich direkt beim Verein zu einer Beratung an. Anmeldung bis 26.Jänner2012 täglich ab 9:00 Uhr unter der Telefonnummer 0660 651 80 91. Nähere Informationen zur Energieberatung Niederösterreich finden Sie unter www.energieberatung-noe.at, telefonische Auskünfte erhalten Sie unter 02742 22 1 44

Wir möchten darauf hinweisen, dass eine Anmeldung zu einer kostenlosen Erstberatung bis 26.01.2012 entgegen genommen werden kann.

Klares JA für Windkraft in Göllersdorf

Knapp 3.000 Menschen hatten am Sonntag die Möglichkeit, über den Windpark im Ernstbrunner Wald abzustimmen. Zur Volksbefragung („Sind Sie für die Errichtung von höchstens 14 Windkraftanlagen im Gemeindegebiet Göllersdorf?“) wurden laut dem Gemeindeamt 1.993 Stimmen abgegeben, 1.977 davon waren gültig, das entspricht somit einer Wahlbeteiligung von 68,3 Prozent. 1.356 Stimmen (68,6 Prozent) lauteten auf „Ja“ zu den Windrädern, 621 (31,4 Prozent) auf „Nein“.

Mit einer sachgerechten Planung ist die Auswahl von Standorten für Windenergie-Anlagen möglich, an denen genügend Wind vorhanden ist und die Eingriffe in Natur und Landschaft gering sind. Wir werden die Entwicklungen in Sachen nachhaltiger Energie auf jeden Fall aktiv weiterverfolgen und nachhaltige Energiegewinnung auch weiterhin im Umweltausschuss der Gemeinde vertreten.