Fischer und Griss für Alexander Van der Bellen

Eine deutliche Empfehlung für Alexander Van der Bellen haben Altbundespräsident Heinz Fischer und die ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien abgegeben.

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Fischer und Griss luden zur gemeinsamen Pressekonferenz

Er kenne Alexander Van der Bellen seit Jahrzehnten und sei überzeugt, dass er die menschlichen und die amtlichen Qualitäten für das Amt habe, das am Sonntag vergeben wird, so Fischer. Er sei zudem überzeugt, dass Van der Bellen die richtige Einstellung zum großen Projekt Europa habe: „Er wird der bessere Türöffner sein, der uns in den Kontakten mit anderen Ländern besser helfen kann.“

Fischer hob zudem Van der Bellens Einstellung zur Nachbarschaftspolitik als „die bessere“ hervor. Er sei „ein bißchen erstaunt und besorgt“ gewesen, als er gelesen habe, man solle die Kontakte zu „unserem wichtigsten Nachbarn Deutschland“ etwas herunterschrauben und stattdessen Kontakte zu Staaten wie Polen unter Präsident Jaroslaw Kaczinski und Ungarn unter Premier Victor Orban in die Höhe heben.

Die gesamte Story auf http://orf.at/stories/2368854/2368855/

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Wählen! Nicht wundern. Für das Ansehen Österreichs.

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„Machen wir uns nichts vor. Kontrahent Hofer und sein Chef Strache wollen die blaue Republik. Strache will die FPÖ-Machtübernahme. Strache will Bundeskanzler werden, das ist das oberste Ziel der Freiheitlichen Parteiführung. Die Bundespräsidentenwahl ist für die FPÖ nur eine Zwischenetappe auf diesem Weg. Am Beginn des Präsidentschafts-Wahlkampfes haben sie das auch noch ganz offen gesagt. Das Ziel der Machtübernahme, bei der die wichtigsten Funktionen unseres Landes in blauer Hand liegen, mag aus Sicht der FPÖ legitim sein. Aber ist das auch im Interesse Österreichs? Wir haben dazu eine klare, eine eindeutige Meinung:

Wir möchten nicht, dass Österreich das erste westeuropäische Land ist, an dessen Spitze ein rechtspopulistischer, deutsch-nationaler Burschenschafter steht. Und wir sind uns sicher, dass die breite Mehrheit in Österreich das auch nicht möchte. Das Ergebnis im Mai hat das ja schon gezeigt. Also: Bitte gehen Sie wählen, dann werden wir uns auch nicht wundern!“

FPÖ-Wahlbeisitzer – wo waren sie?

Am 25. Oktober um 18:30 fand in der alten Volksschule ein Briefing zur Vorbereitung der Bundespräsidenten-Stichwahl am 4. Dezember statt. Unter den Anwesenden war kein einziger Vertreter der FPÖ. Ausreden gibt es keine, alle Wahlbeisitzer wurden per Einschreiben eingeladen. Alle eingeladenen FPÖ Mandatare sind der Vorbereitung ferngeblieben.

Die Frage stellt sich nun, ob dies ein Sabotageakt der FPÖ zur Verhinderung einer ordnungsgemäßen Wahlabwicklung sein soll? Zuerst nicht mitarbeiten bei der Wahlabwickung und dann vielleicht wieder das Wahlergebnis anfechten, ist das auch für den 4. Dezember die Strategie der FPÖ? Wir befürchten das schlimmste.

Bekannterweise hat der Führer der FPÖ am Nationalfeiertag die Hymne des Ständestaates auf Facebook gepostet, verfasst vom Dichter Ottokar Kernstock, einem der Helden der NS-Anhänger der damaligen Zeit. Der Satz “Sie werden sich wundern, was alles gehen wird.” von Norbert Hofer gehört zu diesem Wahlkampf wie der Kleber, der bei den Wahlkarten verwendet wurde. Wir sind der Meinung, dass es unter keinen Umständen zur Normalität werden darf, wenn NS-Dichter gefeiert, ein Bürgerkrieg herbeigeredet (herbeigesehnt?) und die Wortwahl jedes Mal noch ein Stück weit mehr über den Verfassungsbogen hinausgeht. Aber: Es ist in Österreich zur Normalität geworden. Ja, wir wundern uns, was alles geht 😦

Das Wahlrecht ist das Fundament unserer Demokratie

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Alexander Van der Bellen hat heute in einer Pressekonferenz zur möglichen Verschiebung der Präsidentschaftswahl Stellung genommen.

Er sagt: Jede Österreicherin, jeder Österreicher, der oder die wählen will, muss auch wählen können. Egal ob im Wahllokal oder per Briefwahl.

Und weiter: Ich will Bundespräsident der Republik Österreich werden und werde alles daran setzen, diese Wahl zu gewinnen. Egal, ob am 2. Oktober, im November, im Dezember oder erst kommendes Jahr. Ich möchte Österreich als Bundespräsident dienen. Das bin ich den Bürgerinnen und Bürgern schuldig. Ich bin meinen Wählerinnen und Wählern im Wort. Und ich bin das unserer Heimat Österreich schuldig.

Sein ganzes Statement findet Ihr hier, bitte teilt Sie es mit Euren Freunden und Bekannten online.

So einen Präsidenten brauchen wir für Österreich

In den Tiroler Bergen wurde ihm als Flüchtlingskind vor 70 Jahren eine Heimat geschenkt. Hier ist seine tiefe Überzeugung von Gemeinschaft und Zusammenhalt verwurzelt. Der Grund, warum er so sehr für ein starkes Österreich in einem gemeinsamen Europa ist, liegt hier. Das Kaunertal, Tirol, Österreich, Europa ist für ihn eins.

Wer das Beste für unser Österreich will, braucht ein verlässliches Europa. Wer Arbeitsplätze in der Industrie, im Tourismus oder im Handel sichern will, braucht ein stabiles Europa. Wer der Jugend Perspektiven bieten will, braucht ein freies Europa. Was Österreich hingegen nicht braucht, sind EU-Austrittsfantasien, wie sie von der FPÖ seit Jahren vertreten werden. Allein die Spekulation über einen EU-Austritt schadet unserem Land massiv. Unsere Heimat ist besser im Gemeinsamen als im Einsamen aufgehoben.