Nein zur 60-Stunden-Woche

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8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf!

Vor 100 Jahren haben wir SozialdemokratInnen den 8 Stunden-Tag erkämpft. Jetzt wollen Kurz und Strache den arbeitenden Menschen den 12 Stunden-Tag und die 60 Stunden-Arbeitswoche von oben herab diktieren. Das werden wir nicht zulassen!

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Nikolo-Verbot in Kindergarten

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Die Eltern des Kindergartens in der Franz-Kappl-Siedlung im 22. Wiener Gemeindebezirk staunten nicht schlecht, als ihnen das umstrittene Rundschreiben der Einrichtungsleitung in die Hand gedrückt wurde.

Nachdem man im pädagogischen Team bereits in den vergangenen Jahren vom Nikolo-Fest zunehmend Abstand genommen hat, geht man heuer offensichtlich noch einen Schritt weiter: absolutes Nikolo-Verbot in allen Gruppen.Während in den Kindergärten der näheren Umgebung der beliebte Rauschebart auch heuer seine Schützlinge mit Nüssen, Mandarinen und Süßigkeiten beschenken wird, gehen die ratlosen Kinder in der Kappl-Siedlung leer aus.

Gender-Schwerpunkt im Advent

Und nicht nur das. Die pädagogische Leiterin Aleyna P. kündigt weiters an, dass man in diesem Jahr gerade die Zeit vor dem Nikolo-Fest bewusst dafür nützen möchte, um heimische Sitten und Traditionen reflektiert in Frage zu stellen. So wird den Buben Anfang Dezember ein “Puppen-Seminar mit Still-Übungen”, sowie den Mädchen der geschlechterneutrale Spielezirkel “Bart trimmen wie Conchita Wurst” angeboten.

Burka statt Bischof

Man möchte jedoch nicht ausschließen, so die progressive Einrichtungsleitung, dass man sich – falls die “Vibes dafür sprechen und das jährliche Sojamilch-Melken Ende November Raum dafür lässt” – gegebenfalls dennoch jemanden am Freitag, 5. Dezember in den Kindergarten lädt, um die Kleinen mit nachhaltigen Glückskeksen (gefüllt mit Couscous) zu beschenken. Dann aber werde man “Abstand davon nehmen, erneut einem Mann diesen Job zukommen zu lassen”, sondern möchte vorzugsweise einer Burkaträgerin die Chance geben sich als “entsozialisierter Nikolo” entsprechend zu entfalten.

Natürlich entspricht diese Geschichte nicht der Wahrheit. Aber wen kümmert’s? Seit Jahren gehört sie ins fixe Saisonprogramm jener verhaltenskreativen Gruppierung, die unentwegt davon träumt, dass ihr oberster Verehrer von türkischen Vollbartträgern unser nächster Bürgermeister (und freiberuflich auch gleich Bundeskanzler) wird. Und sie wird uns auch heuer wieder beehren, die Legende vom verbotenen Nikolaus. Wetten?

Glücklich sind wir hier in Großweikersdorf – bei uns kommt der Nikolo ganz sicher auch wieder beim diesjährigen Christkindlmarkt rund um unsere Kirche am 29. und 30 November auf dem wir erstmals auch mit einem kleinen Stand vertreten sein werden 🙂

Ironischer Text @ Vienna Online

Nationalratswahl:Es wird natürlich wieder gehetzt

Der FPÖ Mandatar und Gemeinderat Ing. Josef Hintermayer muss scheinbar auf Anordnung der Wiener Parteizentrale auch auf den Zug „Asylanten raus“ aufspringen. Erstmals in der Gemeindegeschichte wird also auch bei uns ein „Ausländerwahlkampf“ in Großweikersdorf durch die FPÖ lanciert. Hintermayer ist laut eigener Aussage „nicht gewillt, zuzusehen, wie man unseren Bezirk mangels Infrastruktur und politischem Versagen zu einem Asyllager umfunktioniert“. Wir sprechen vom Bezirk Tulln wo das Thema Asylwerber ungefähr die gleiche Bedeutung hat wie die Gefahr von Schneestürmen in diesen Tagen. Aber wir verstehen das schon, es ist halt Nationalratswahlkampf und die FPÖ hat scheinbar keinerlei andere relevante Themen einzubringen.

Was wir weniger verstehen ist die Tatsache, dass sich die ÖVP Fraktion bei der gestrigen Gemeinderatsitzung auf Vorschlag von Bürgermeister Spielauer einstimmig dazu hinreissen hat lassen dieses für unsere Gemeinde absolut irrelevante Thema in einen Gemeindeausschuss zu verfrachten. Kann sein, dass man damit vielleicht Weichen für eine kommende Koaliation nach der nächsten Gemeinderatswahl stellen will? Von einer christlich-sozialen Partei hätten wir uns eigentlich erhofft, dass sie die gestrige „dringende“ Anfrage der FPÖ in Sachen „keine Asylanten nach Großweikersdorf“ genauso wie die SPÖ abschmettert. Das heißt übrigens nicht, dass die SPÖ das Thema Asylanten blauäugig oder naiv betrachtet. Auf dem Rücken der Schwächsten darf Politik aber niemals wieder ausgetragen werden, unsere Geschichte beweist wo dies hinführen kann.

Wer sich über die alltägliche Hetze von deklarierten FPÖ Anhängern einen Überblick verschaffen will findet auf dieser Facebook Seite aktuelle Informationen. Bei der ständig aufhetzenden Vorgangsweise der FPÖ (insbesondere auch der niederösterreichischen Fraktion) darf man sich aber als Partei nicht wundern solche „Fans“ um sich zu scharen.

Traurig, dass diese menschenverachtende Politik jetzt sogar schon auf Gemeindeebene getragen wird!

FPÖ ist jetzt gegen die Banken

Großartig! Auch der politische Mitbewerber FPÖ sieht neben seinen bekannten Feindbildern nunmehr auch die Banken als neuen Gegner. Man ruft zu einer Großveranstaltung gegen Bankspekulanten auf und findet auch die Inflation bekämpfenswert. Nur so nebenbei, gibt es irgendjemanden, der für eine hohe Inflation ist? Und gegen Korruption und Machtmissbrauch zu sein passt sowieso immer und die EU-Dikatatur in Kombination mit dem Begriff „Reformverweigerung“ macht sich auch sehr gut auf Plakaten. Substanz hinter diesen Phrasen findet sich leider keine, bei vielen der zitierten Themen sollte die FPÖ aber zuerst eher in den eigenen Reihen für Ordnung sorgen. Es ist schon interessant wie schnell man versuchen will die eigene Verantwortung für viele Mißstände und korrupte Umstände während der FPÖ Regierungsbeteiligung zu verdrängen. Hält man die Bürger wirklich für so vergesslich?

Warum findet sich eigentlich ein Foto von Bundeskanzler Faymann neben dem Schlagwort Bankspekulanten? Vielleicht verwechselt man das Thema ja mit der politischen Verantwortung für den Kärtner Hypo Alpe Adria Bankskandal, dafür ist ja bekannterweise die Kärntner FPÖ Riege zuständig (oder ist es das FPK, oder das BZÖ, wer soll sich da noch auskennen).

Vielleicht weiß man in der FPÖ ja nicht, dass vor allem die Sozialdemokraten in den letzten Jahren intensiv daran arbeiten Spekulationen im Bankenumfeld zu verhindern und dass die SPÖ eine europaweite Bürgerinitiative für die längst überfällige Finanztransaktionssteuer schon vor Monaten gestartet hat.

Bei all den Blendgranaten sollte man nicht vergessen, wodurch die Bankenkrise zustande kam: Durch eine hemmungslose Deregulierung der Märke und des Bankensektors durch neokonservative und  neoliberale Regierungen in Europa und in den USA, auch als Globalisierung bekannt. Das vielfach gefeierte unendliche Wachstum stößt jetzt an seine Grenzen und die Bürger lassen sich nicht mehr mit einfachen Slogans abwimmeln oder beruhigen, wie man anhand Bewegungen wie Occupy Wall Street sehr gut sehen kann.

Extrem befremdliches Verhalten eines ÖVP Gemeinderats aus Großweikersdorf

Über die heute stattgefunde Gemeinderatsitzung gibt es nichts nennenswertes zu berichten. Umso befremdlicher war allerdings das Verhalten eines ÖVP Gemeinderats im Anschluss an die Sitzung. Wurde doch allen ernstes der SPÖ die Schuld für den Niedergang der Austria Tabak im Jahr 2011 gegeben. Nun kann man über Tabak ja geteilter Meinung sein, gesund sind Tabakwaren ganz sicherlich nicht. Die ehemals gesunden und äußerst profitablen Austria Tabak Werke wurden aber nachweislich im Jahr 2001 von der damaligen ÖVP/FPÖ Regierung an den englischen Konzern Gallaher Group verkauft (wir erinnern uns, privatisieren auf Teufel komm raus war damals äußerst „in“). Der Rechnungshof übte übrigens im Jahr 2007 herbe Kritik an der Privatisierung. Leider wurde der ehemalige Paradebetrieb in den 10 Jahren danach systematisch ausgesaugt und im Mai 2011 gab die Unternehmensleitung die Schließung der letzten österreichischen Zigarettenproduktion, die 40 % für den heimischen Markt produziert, in Hainburg bis Ende 2012 bekannt, obwohl man sich noch 2007 „klar zur Produktion in Österreich“ bekannte.

240 Mitarbeiter in Hainburg verlieren jetzt ihre Arbeit, ebenso wie 80 Mitarbeiter der Zentrale in Wien, welche die Produktion unterstützen. Wird wohl so sein, dass dies für diesen Gemeinderat als pragmatisierten Beamten des Landes Niederösterreich nicht so wichtig ist.

Skurril ist allerdings, dass diesem ÖVP Gemeinderat nichts anderes einfällt als den Niedergang der durch die ÖVP privatisierten Austria Tabak Werke der heutigen SPÖ Regierungsmannschaft in die Schuhe zu schieben. Das ist einfach nur niederträchtig und ganz sicher nicht eines Gemeinderats würdig.

Noch befremdlicher und erschreckender war allerdings der äußerst aggressive und absolut nicht wertschätzende Ton gegenüber GGR Walter Matzka, ihm wurde beispielsweise um die Ohren geworfen, dass er ja nicht einmal einen Hauptschulabschluss hat. Stimmt, Walter Matzka hat die Matura. Auch ist Walter Matzkas Zeit so wie von diesem Gemeinderat behauptet noch lange nicht abgelaufen! Es wäre sicherlich von Vorteil und empfehlenswert, wenn unser Herr Bürgermeister Spielauer einmal ein erstes Wort mit diesem Gemeinderat führt. Und eigentlich wäre jetzt eine Entschuldigung durch diesen Gemeinderat fällig!