Flüchtlinge als Chance!

vergleichDer Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Karl Aiginger, hält die Probleme angesichts der Flüchtlingsbewegungen nach Europa für „managebar“. Zur Bewältigung der Herausforderungen auf dem heimischen Arbeitsmarkt fordert er eine kombinierte Arbeitsmarkt- und Flüchtlingsstrategie, man dürfe die Bereiche nicht gesondert betrachten.

Um die Kosten mit anderen, wirklichen Krisen in Relation zu setzen stellen wir hier die wirklichen finanziellen Aufwände der letzten Jahre gegenüber:

  • 19 Milliarden Euro und mehr kostet uns als Steuerzahler das von der FPÖ verursachte Hypo Desaster in Kärnten
  • Knapp 10 Milliarden Euro hat die Republik für die Rettung österreichischer Banken zwischen 2009 und 2014 ausgegeben
  • Das Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002 hat einen Schaden von 2,2 Milliarden Euro für den österreichischen Steuerzahler verursacht
  • Die veranschlagten Kosten in der Höhe von unter 500 Millionen Euro für die Versorgung UND Integration von 80.000 anerkannten Flüchtlingen erscheinen dagegen lächerlich niedrig

Natürlich bedeutet die Bewältigung der Flüchtlingskrise einen nicht unerheblichen Aufwand, dank des unermüglichen Einsatzes der Blaulichtorganisationen und vieler Freiwilliger Helfer läuft sie aber rund. Und natürlich ist die jetztige Situation auch eine Herausforderung. Die aktuelle Flüchtlingsbewegung unterscheide sich von bisherigen, räumte WIFO Chef Aiginger ein: Die Betroffenen würden von „sehr viel weiter“ her kommen, teilweise aus einem anderen Kulturkreis. Österreich habe heute eine höhere Arbeitslosigkeit und auch eine hohe Staatsverschuldung, so gesehen sei es ein „ungünstiger Zeitpunkt“ für die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen. Aber die Menschen haben sich nicht ausgesucht, dass in ihrer Heimat einerseits ein brutaler Dikator und andererseits eine unmenschliche islamistische Terrororganisation herrschen. Die Arbeitslosigkeit wird durch die aktuelle Situation kurzfristig um etwa 0,1 Prozentpunkte steigen. Gleichzeitig betonte Aiginger, dass er ab etwa dem dritten Jahr damit rechne, dass der Zuzug von Flüchtlingen volkswirtschaftlich gesehen auch Erträge liefere. „Man darf nicht nur die Kostenseite, sondern auch die mittelfristige Ertragsseite sehen.“ Hier bietet sich auch eine einmalige Chance die in Österreich besonders ausgeprägte Überalterung zu bremsen. Ohne Zuzug junger Menschen vergreist die Bevölkerung in unserem Land nämlich – das wiederum hat massive Auswirkungen auf das Pensionsumlagesystem (Generationenvertrag).

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Wenn sich nichts ändert vergreist Österreich

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