Wollen wir zurück ins Jahr 1870?

„Die ÖVP will offenbar das Rad der Geschichte zurückdrehen. Den 12-Stunden- Arbeitstag aus dem Jahr 1870 kann doch kein vernünftiger Mensch wieder einführen wollen. Scheinbar weinen manche in der ÖVP den Arbeitsbedingungen des 19. Jahrhunderts hinterher. Demnächst fordern sie vielleicht noch die Kürzung von Urlaubszeiten und dessen Nicht-Bezahlung“, kommentiert der SP-Gemeinderat und Jugendsprecher der SPÖ Wien, Christoph Peschek, das zentrale Wahlanliegen der ÖVP.

Peschek weiter: „Die Verlängerung der Arbeitszeit geht insbesondere auf Kosten der Jungen, denn dadurch werden Arbeitsplätze vernichtet und gleichzeitig die Gehälter gekürzt. Die Scheinheiligkeit der ÖVP lässt sich daran erkennen, dass sie zuerst de facto Lohnkürzungen fordert, dadurch die working poor zunehmen, um sich dann über die Erhöhung der MindestsicherungsbezieherInnen zu beklagen!“

„Aber die ÖVP-Forderung nach Arbeitszeitverlängerung ist auch ein Anschlag auf die Demokratie! Denn: Nur wer über genügend Zeit verfügt, kann auch am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben. Wenn der ÖVP das Wahlverhalten von jungen ArbeitnehmerInnen nicht passt, sollte sie vielleicht ihre Politik überdenken anstatt ihnen demokratische Teilhabe zu erschweren. Wir wollen zurück in die Zukunft, daher kämpfen wir für Jobs, von denen man Leben kann und die Talente der Menschen berücksichtigen, sowie mehr demokratische Mitbestimmung!“, fasst der Wiener Gemeinderat noch einmal die Forderungen der SPÖ zusammen.

„Die Geschichte der Arbeitszeitverkürzungen zeigt: sie brachte mehr Wohlstand, Lebensqualität und Arbeitsplätze. Der immer höher werdende Leistungsdruck verlangt nach Entschleunigung, damit Erholungsphasen möglich werden und die Gesundheit nicht zu kurz kommt. Reden wir daher über eine Arbeitszeitverkürzung, damit mehr Jobs geschaffen werden, die Lebensqualität zunimmt und die Menschen mehr Zeit haben um am politischen, gesellschaftlichen, sportlichen, kulturellen und sozialen Leben teilhaben zu können!“, schloss der SP-Mandatar.

Veröffentlicht von michaelmrak

Learn from the past, dream of the future and live in the present.

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