Strache kritisiert Gedenkakt zum 75. Jahrestag des Anschlusses

Vor 75 Jahren wurde durch den Einmarsch der deutschen Wehrmachts-, SS und Polizeieinheiten Österreich von der Landkarte getilgt. Es folgten Jahre der Nazidiktatur die in unendlichem Leid für viele Betroffene endete.

Im aktuellen „profil“-Interview hat Strache den vorwöchigen Gedenkakt in der Hofburg zum 75. Jahrestags des Anschlusses kritisiert. Er „bemängelte“ dass auf dieser Gedenkveranstaltung nicht auch auf die „bedenklichen Entwicklungen in der EU“ hingewiesen wurde. Und ergänzte mit: „Es bringt nichts, immer nur zurückzuschauen.“

Das ist symptomatisch für die blaue Geschichtsvergessenheit und spricht für unglaublichen Zynismus. Und es ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass die FPÖ die NS-Vergangenheit nie bewältigt hat. Erinnern wir uns an Barbara Rosenkranz, die immer wieder das Verbotsgesetz in Frage stellte und sich nie glaubwürdig vom Nationalsozialismus distanzierte. Oder an den Widerstand von FP-Gemeinderäten gegen die Aberkennung der Hitler-Ehrenbürgerschaften in vielen österreichischen Städten. Auch hat der Rechtsextremist Gottfried Küssel nach seiner Verurteilung in Teilen der FPÖ immer wieder Unterstützung gefunden. Auf Alpen-Donau.info, was als wichtigstes Sprachrohr österreichischer Neonazis galt, wurde die FPÖ als „Vorfeldorganisation“ bezeichnet, auf deren Strukturen man „zurückgreifen“ kann. Weiters sind blaue Jugendfunktionäre mit Einkaufstouren auf einschlägigen Websites aufgefallen. Und immer wieder werden FPÖ-Wahlhelfer wegen Wiederbetätigung verurteilt, während sich auf Straches Facebook-Profil ständig nationalsozialistische Slogans unter den Fan-Postings finden. Aber es scheint eben so zu sein, manche Menschen finden an der gewalttätigen Ideologie der Nazis scheinbar auch heute noch Gefallen. Nichts, aber auch gar nichts ist an der Zeit der Nazidikatur positiv gewesen!

Wenn sich heute junge Menschen aus unserer Gemeinde als Nationalkonservativ bezeichnen dann kann einem schon das Grauen kommen, aus der Geschichte haben manche leider nichts gelernt.

Da kann niemand behaupten, er habe nicht gewusst, für was die FPÖ steht…

Veröffentlicht von michaelmrak

Learn from the past, dream of the future and live in the present.

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