Das Frauenbild der FPÖ

Mit 16.000 Euro subventioniert die Stadt Amstetten das örtliche Frauenhaus und die Frauenberatung. Eine Summe, die den Freiheitlichen viel zu hoch ist. „Die Amstettner FP hat beschlossen, diesen Unfug abzulehnen“, schreibt die FPÖ Stadträtin Brigitte Kashofer im aktuellen „Freiheitlichen Gemeindekurier“. Und auch im Internet ist diese FPÖ Politikerin sehr umtriebig, so postete sie auf der rechtsextremen Seite http://www.unzensuriert.at, betrieben vom Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ): „Gender Mainstreaming verfolgt die Absicht, die Geburtenrate (…) der deutschen Bevölkerung zu senken. (…) Es ist also nichts anderes als die Fortsetzung des Zweiten Weltkriegs mit effektiveren Waffen.“

Vielleicht sollte man dieser Frau sagen, dass Frauenhäuser dazu da sind um Frauen Schutz vor gewalttätigen Männern zu bieten. Eine gewalttätige Beziehung als rettenswert darzustellen, wie es diese FPÖ Gemeinderätin tut ist zutiefst frauen- und damit grundsätzlich menschenverachtend.

Bei jeder Gelegenheit wird das mittelalterliche Frauenbild bestimmter muslimischer Bevölkerungsgruppen in Fragen zur Migration und Integration in die Diskussion geworfen – durchaus manchmal zu recht. Doch das Frauenbild der FPÖ Stadträtin Brigitte Kashofer weicht keinen Millimeter davon ab. Die mittelalterliche Sehnsucht, Frauen auf „Kinder-Küche-Kirche“ zu reduzieren steht bei der FPÖ ganz groß auf ihrer Agenda. Einfach nur traurig.

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