SPÖ Umbau gefordert

Während die Sozialistische Jugend (SJ) einst vor allem durch die Organisation von Fackelzügen aufgefallen ist, zeigt sie sich heute angriffig und spart nicht mit Kritik an der eigenen Partei. Und die Kritik ist sicherlich teilweise berechtigt. Ein neues Thesenpapier enthält brisante Forderungen, deren Umsetzung wohl einen radikalen Kulturwandel innerhalb der SPÖ nach sich ziehen könnte. Gefordert wird besipielsweise, der Jugend auch die Chance auf Sitze im Nationalrat einzuräumen. Auf der nächsten KandidatInnenliste zur Nationalratswahl sollen sich mindestens 30 unter 30-jährige KandidatInnen finden – pro Bundesland sollte mindestens eine unter 30-jährige Person auf den ersten fünf Listenplätzen zu finden sein. Die Sozialdemokratie muss außerdem endlich gegen die in Europa zunehmende Chancenarmut für die Jugend ankämpfen, sonst tut´s eh keiner.

Starke Worte: „Die EU versucht, die Jugend zu vertreiben, weil sie dem Arbeitsmarkt keine Priorität mehr zumisst“, sagt Boris Ginner von der sozialistischen Jugend Österreich. Man versuche, die Reste der Sozialstaaten „wegzusparen“, anstatt die „Profiteure der neoliberalen Politik zur Kassa zu bitten“. Europa steuere auf eine für Jugendliche massiv unattraktive Zukunft zu. „Die Jugend wird sich schleichen von diesem Kontinent, wenn es so weitergeht. Die Sozialdemokratie muss umsteuern.“

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