Ein Jahr offener Arbeitsmarkt ohne Ansturm

Keine Rede von hunderttausenden Billig-Arbeitskräften, die den Österreichern den Job wegschnappen. Das war ja vor rund einem Jahr das große Thema der FPÖ, Angst sollte geschürt werden „Verräter der österreichischen Arbeiter“ und ähnliches wurde die SPÖ genannt. Nach einem Jahr sieht die Bilanz der Öffnung des Arbeitsmarktes für osteuropäische Arbeitnehmer folgendermaßen aus: Knapp 27.000 Arbeitnehmer aus den osteuropäischen EU-Ländern nach Österreich gekommen, Der in Österreich seit Jahren bestehende Fachkräftemangel konnte durch die Arbeitsmarktöffnung aber nicht beseitigt werden. Denn viele der erhofften, zusätzlichen Fachkräfte sind ausgeblieben, es fehlen immer noch qualifizierte Facharbeiter in Österreich.

Ein Jahr nach der Öffnung des Arbeitsmarktes in Österreich haben wir immer noch die niedrigste Arbeitslosenrate innerhalb der EU. Vor allem im Baugewerbe steigt die Zahl der Jobsuchenden aber an. Hier sieht Arbeitsminister Hundstorfer auch die einzigen Verlierer der Arbeitsmarktöffnung: „Es ist härter geworden am Bau, weil ganze Firmen versucht haben, nach Österreich herein zu kommen.“ Seit dem Vorjahr können nämlich auch Unternehmer aus dem Osten ihre Dienstleistungen in Österreich anbieten, so wie österreichische Unternehmen dies seit Jahren auch in den osteuropäischen Staaten können. Sobald sich die Wirtschaft in Osteuropa erholt, werden viele dieser Unternehmen aber wieder in ihren Heimatmarkt zurückkehren.

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