FPÖ Strache meint "Wir sind die neuen Juden"

Juden in Wien müssen unter
dem Gejohle der Bevölkerung
die Strasse aufwaschen

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache vergleicht sich auf dem WKR-Ball mit den Opfern der Nazis: „Wir sind die neuen Juden“, sagte er zu Ballgästen, ohne zu wissen, dass Journalisten in der Nähe waren. Die Angriffe auf Burschenschafter-Buden vor dem Ball seien „wie die Reichskristallnacht gewesen“. Klaus Nittmann, Chef des FPÖ-Bildungsinstituts, der ebenfalls dabeistand, meinte: „Unternehmen, die für den Ball arbeiten, bekommen den Judenstern aufgeklebt.“

Einfahrt ins Konzentrationslager

Nun dann, schauen wir uns also kurz an was die Juden in Zeiten der NS Herrschaft erlitten haben.  Der Begriff „Reichskristallnacht“ wurde von den Nationalsozialisten geprägt. Er ist eine zynische Umschreibung der Greueltaten die in der Nacht des 10. Novembers 1938 stattfanden. Die Reichskristallnacht markiere den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete. Rund 6 Millionen Juden wurden von den Nationalsozialisten ermordet.

Juden vor der Deportation ins Konzentrationslager


FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache meint also zu rechtsextremen Burschenschaftern am WKR-Ball  „Wir sind die neuen Juden“. Was geht im Kopf von so einem Menschen nur vor?

Veröffentlicht von michaelmrak

Learn from the past, dream of the future and live in the present.

3 Kommentare zu „FPÖ Strache meint "Wir sind die neuen Juden"

  1. Eine solche Äußerung ist unfassbar demütigend und menschenverachtend. Es ist eiskalt und niederträchtig, die FPÖ mit Juden gleichzusetzen, und zu behaupten, dass die Unbeliebtheit dieser Partei auch nur irgendwie mit dem Leid des jüdischen Volkes gleichzusetzen, Menschen, die nur auf Grund ihrer Herkunft und Religion verfolgt, gedemütigt,enteignet, deportiert, gefoltert, in „medizinischen“ Versuchen gequält und mißbraucht und in zahllosen Tötungsfabriken millionenfach getötet wurden, mit dem Ziel, sie komplett auszurotten.
    Strache ist immer nur peinlich, aber dieser Satz übertrifft alles, was er sich bisher geleistet hat. Als Politiker ist ein derartiger Mann einfach untragbar und ich schäme mich dafür, das es in unserem Land Menschen gibt, die ungestraft derartige zutiefst verletzende Äußerungen von sich kotzen dürfen. Er verhöhnt, verharmlost, und zieht durch diese Worte das unsagbare Leid jüdischer Menschen ins Lächerliche. Wie erbärmlich und niederträchtig das ist! Einfach ekelerregend.

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  2. Ein passender Kommentar dazu von Hans Rauscher im heutigen Standard:

    Die Täter-Opfer-Umkehr war die Spezialität der Nazis. Weil die Juden in den Wahnvorstellungen Hitlers die „Vergiftung“ des deutschen Volkstums betrieben, „durfte“ man gegen sie einen Ausrottungskrieg führen. Wenn daher heute der Vorsitzende einer großen österreichischen Parlamentspartei die Demonstrationen gegen einen Ball der deutsch-völkischen bis rechtsextremen Burschenschaften mit der „Reichskristallnacht“ vergleicht und dazu sagt, „wir“ (die FPÖ) seien ja „die neuen Juden“, dann betreibt dieser Mann Täter-Opfer-Umkehr.

    Heinz-Christian Strache ist als Jugendlicher mit Neonazis bei „Wehrsportübungen“ durch die Büsche gekrochen, hat mit dem Neonazi-Gruß „drei Bier“ bestellt und die damit einhergehende Indoktrination offenbar bis heute verinnerlicht. Sogar ein Strache muss wissen, dass die „Reichspogromnacht“ (korrekte Bezeichnung) vom November 1938 eine vom NS-Staat geplante Gewaltaktion war, in deren Verlauf rund 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben, rund 1400 Synagogen, Betstuben, Friedhöfe etc. zerstört und rund 30.000 Juden ins KZ gesteckt wurden.

    Wer das mit den Demos gegen einen Burschenschafterball vergleicht, wäre am nächsten Tag weg aus der Politik. Allerdings in Deutschland. So kann man nur allen Parteien, besonders aber der ÖVP, raten, den Kontakt mit Strache und seiner Burschenschafter-Partei umgehend abzubrechen.

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