Österreich profitiert am meisten vom Euro

Allen Unkenrufen zum Trotz hat Österreich in den letzten 10 Jahren überpoportional vom Euro profitiert. Relativ zur eigenen Wirtschaftsleistung haben Österreich (7,8 Prozent) und Finnland (6,7 Prozent) am stärksten vom Euro profitiert, gleich danach folgt Deutschland. Die Wachstumsgewinne setzen sich zusammen aus intensiverem Handel, niedrigeren Zinskosten und dem Wegfall technischer Kosten, etwa für die Absicherung von Währungsrisiken.

Die deutsche McKinsey- Filiale hat den volkswirtschaftlichen Nutzen für jedes der 17 Euro-Länder in vielen Einzelaspekten geschätzt. Demnach hat 2010 die Euro-Zone eine um 330 Milliarden Euro größere Wirtschaftsleistung gehabt als ohne die Gemeinschaftswährung. Diese Wachstumsgewinne kommen aus intensiverem Handel, niedrigeren Zinskosten und dem Wegfall technischer Kosten wie etwa die Absicherung von Währungsrisiken.

Der immer wieder geäußerte Vorwurf, dass stärkere Länder auf Kosten der schwächeren gewonnen hätten stimmt nicht. Eine Währungsunion ist kein Nullsummenspiel, in der einer verlieren muss, damit der andere gewinnt. Schließlich stehen die Euro-Staaten wirtschaftlich gesehen nicht nur im Wettbewerb untereinander, sondern vor allem in Konkurrenz zum Rest der Welt.

Ein Zusammenbruch oder eine hektische Teilung der Währungsunion in Nord und Süd wäre eine ökonomische Katastrophe. In den Nordländen wie Deutschland oder Österreich würde die Wirtschaft sofort um mindestens fünf Prozent einbrechen. Nach fünf Jahren wäre die Wirtschaft um 25 Prozent geschrumpft – und da sind die abzusehenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten noch nicht einmal eingerechnet. Dieses Szenario kann keiner wollen, es würde in vielen Ländern Wohlstand vernichten und zu gewaltigen sozialen Spannungen führen.

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