Vom Wutbürger zum Mutbürger

Wolfgang Radlegger ist nicht irgendwer in der heimischen SPÖ. Er hätte durchaus das Zeug zum Bundeskanzler gehabt, darin sind sich politische Wegbegleiter nicht nur aus dem eigenen Lager einig. „Vom Wutbürger zum Mutbürger“ ist das Motto von Radlaggers neuem Buch. Mehr Möglichkeiten direkter Demokratie fordert er, ein neues Wahlrecht mit Mandataren, die dem Bürger und nicht einer Partei verantwortlich sind, Transparenz in der Parteienfinanzierung und Anti-Korruptionsbestimmungen, die diesen Namen auch verdienen.

 „Es gibt drei Persönlichkeiten, die sich immer wieder in der Öffentlichkeit äußern, und die immer zu den gleichen Ergebnissen kommen, was zu tun ist. Das sind der ehemalige Präsident des Rechnungshofes, Franz Fiedler, der jetzige Präsident des Rechnunshofes, Josef Moser, und der Leiter der Korruptions-Staatsanwaltschaft, Walter Geyer. Diese Herren unterschiedlicher politischer Herkunft kommen alle zu den gleichen Schlüssen. Es ist also nicht schwer. Mann müsste es nur machen – aber es geschieht nicht“, kritisiert Radläger. Sein Buch soll auch der Auftakt zu einem überparteilichen Demokratiebegehren sein.

„Wir wollen nicht die Oberlehrer der Nation werden und Demokratie verordnen. Die Demokratie ist heute nicht in Gefahr, aber sie ist auch nicht wirklich lebendig.“ Radlegger macht dafür die Politiker und gleichermaßen die Bevölkerung verantwortlich. „Es gibt die Biedermeierlichen, die sagen: ,Ich kann eh nichts tun, also beschäftige ich mich nicht damit.‘ Das sind die Allerschlimmsten.“ meint Wolfgang Radlegger.

Diese Kritik an „der Politik“ und den Bürgern ist im Kern schon richtig. Wäre es nicht auch in unserer Gemeinde endlich an der Zeit gemeinsam etwas weiterzubringen?

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