Geschichte des 1. Mai

Ab 1890 wurde der 1. Mai von den Sozialdemokraten in Wien und anderen Städten festlich begangen. Von staatlicher Seite wurde betont – u.a. durch einen Erlass des Statthalters im Erzherzogtum Österreich unter der Enns, dem auch Wien unterstand –, dass eine Arbeitsniederlegung am 1. Mai gesetzwidrig sei. Die Zeitungen versuchten, unter der Bevölkerung eine Panikstimmung zu erzeugen.

So schrieb die „Neue Freie Presse“ am 1. Mai 1890 im Leitartikel: Die Soldaten sind in Bereitschaft, die Tore der Häuser werden geschlossen, in den Wohnungen wird Proviant vorbereitet wie vor einer Belagerung, die Geschäfte sind verödet, Frauen und Kinder wagen sich nicht auf die Gasse.

Die Arbeiter reagierten mit Ruhe und Disziplin. Überall in Wien und in den meisten Industriestädten Österreichs wurde die Streikparole befolgt. Vormittags gab es in Wien etwa sechzig Versammlungen, nachmittags zogen mehr als 100.000 Arbeiter in den Prater. Es war die größte Kundgebung, die Wien bis dahin erlebt hatte.

Lesen Sie hier die Geschichte des 1. Mai

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